Hausbau von A-Z

Bauzeitplan - Bauablauf
  • Das wichtigste Instrument für einen geordneten Bauablauf ist der Bauzeitplan. Der Bauzeitplan ist eine chronologische Auflistung der einzelnen  Arbeitsschritte. Der Ablauf erfolgt in der Reihenfolge  der aufeinander aufbauenden Arbeitsschritte.
  • Die Zeiteinheit für die erforderlichen Arbeiten sind die „Arbeitstage" die man braucht, um die jeweilige Arbeit fertig zu stellen. Die jeweilige Arbeit wird mit „Anfang und Ende„ des Kalendertages unterlegt.
    Ein Beispiel aus dem hier untenstehenden Bauzeitplan für das Musterhaux XY: Dachstuhl - Dauer - 8 Tage - Beginn 17.11- Ende 26.11.2015
  • Der Bauzeitplan wird vor Baubeginn  vom Bauleiter der Baustelle erstellt. Natürlich ist fachliche Erfahrung notwendig um den Bauzeitplan auch mit den notwendig  technisch richtigen Abläufen und den auf der Baustelle umsetzbaren Zeitvorgaben zu hinterlegen. Unrealistische Arbeitsabläufe und Zeitvorgaben lösen Chaos aus.
  • Alle ausführenden Firmen erhalten mit dem Auftrag den Bauzeitplan und verpflichten sich diesen einzuhalten. Nur wenn alle Handwerker Ihre Zielvorgaben kennen und diese im Stande sind , sie auch einzuhalten, ist es möglich die Bauarbeiten zum vereinbarten Termin fertigzustellen.
  • Ohne wöchentliche Kontrolle des Leistungsstandes ist die Einhaltung des Endtermins jedoch nicht möglich. Bei Störungen im Bauablauf, wie zB. durch schlechtes Wetter, sind geeignete Maßnahmen zu setzen (zb. Überstunden) um die verlorenen Zeit bei unverändertem Fertigstellungstermin wieder aufzuholen.
  • Die fachliche Kompetenz des Bauleiters sowie des ausführenden Handwerkers ist die Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Bauablauf. Werden Arbeiten  auf der Baustelle von Personen ausgeführt die diese Qualifikation nicht besitzen sind Probleme, Mängel und Mehrkosten vorprogrammiert!

Zum besseren Verständnis und zur Veranschaulichung, hier ein Bauzeitplan für das Musterhaus XY:

Finanzierung

Setzen wir an, beim Abschluss des Kaufvertrags für ein Grundstück, ein Haus oder beides, was ein einer der wichtigsten Schritte für den Bauherrn ist. Nach der Unterschrift sind vertragliche Vereinbarungen nicht mehr rückgängig zu machen. Deshalb muss der Inhalt gründlich geprüft werden, zumal der Vertrag den Bauherrn über Jahre hinweg finanziell bindet. Bei Immobilienverträgen muss von gesetzlicher Seite ein Notar hinzugezogen werden, der als unabhängige Instanz sowohl zum Schutz des Käufers als auch des Verkäufers tätig wird. Der Kaufvertrag muss zu folgenden Punkten Aussagen enthalten:

  • Die Grundstücksbeschreibung ist eine Auflistung von Lage, Größe, Bebauung und der im Grundbuch eingetragenen Belastungen und ihrer Übernahme oder Anrechnung auf den Kaufpreis.
  • Zum Kaufpreis gehört die genaue Festlegung über Höhe, Termine und Modalitäten der Zahlungen.
  • Die Nutzungs- und Lastenübergabe beinhaltet die genaue Festlegung des Zeitpunktes, an dem die Nutzung und die Lasten des Grundstücks auf den Käufer übergehen.

Wie sieht’s nun mit dem Finanzierungsplan, und der Wohnbauförderung aus?

Weiter unten geht’s zu allen wichtigen Infos bezüglich Finanzierungsplan und Wohnbauförderung

Finanzierung - Finanzierungsplan
  • Beim Finanzierungsplan handelt es sich um Gesamtfinanzierung nebst der Belastung. Die Gesamtfinanzierung ist die Vollfinanzierung aller Kosten. Dazu gehören der Kaufpreis, die Erstellungs- sowie die Nebenkosten.
  • Die Vorfinanzierung ist die Finanzierung von Baumaßnahmen mit kurzfristigen Darlehen, deren Ablösung zu einem späteren Zeitpunkt mit langfristigen Darlehen erfolgen soll. Die weitere Finanzierung ist im Gegensatz zur Zwischenfinanzierung noch nicht sichergestellt. Außerdem, trotz einer vorherigen genauen Prüfung bedarf es vielfach einer Nachfinanzierung. Erst nach Erforschen der Ursachen und nach detaillierter Kontrolle der verbliebenen und zur Fertigstellung notwendigen Mittel sollte sich der Bauherr zur Nachfinanzierung entschließen.
  • Als Bestandteil eines jeden Darlehensantrages ist der Finanzierungsplan an keine Formvorschrift gebunden. Er enthält das Eigenkapital (Eigenmittel), die Eigenleistung und die einzelnen Darlehen.
  • Bei den Eigenmitteln handelt es sich um alles angesparte Guthaben, Wertpapiere, Bargeld und Vermögenswerte (zum Beispiel Grundstück), die zur Immobilienfinanzierung zur Verfügung stehen. Fremdkapital auf der anderen Seite, umfasst alle Finanzierungsmittel, die als Kredite oder langfristige Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Das Fremdkapital ("Schulden") wird ermittelt durch die Subtraktion des Eigenkapitals von den Gesamtkosten. Die Gegenüberstellung von Vermögen einerseits und den Eigen- und Fremdleistungen andererseits charakterisiert eine Bilanz.
  • Eigenleistung heißen alle Bau- und Baunebenleistungen, die der Bauherr selbst erbringt und die zu Unternehmerpreisen bewertet werden. Damit können Baukosten eingespart werden. Eigenleistung wird bei der Kreditvergabe bis zu einem gewissen Prozentsatz wie Eigenkapital behandelt. Der Wert der eigenen Arbeitsleistung des Bauherrn bei der Errichtung des Gebäudes gehört nicht zu den abschreibungsfähigen Herstellungskosten, die über die Werbungskosten beziehungsweise bei Eigennutzung wie Sonderausgaben steuermindernd berücksichtigt werden.
  • Bei den Darlehen unterscheidet man
    • Arbeitgeberdarlehen: das sind Kredite, die der Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen Wohnungsfürsorge seinen Betriebsangehörigen zur Finanzierung eines Bauvorhabens oder Wohnungs- beziehungsweise Hauserwerb zinsverbilligt oder zinslos gewährt.
    • Bauspardarlehen: Wird für einen Bausparvertrag der Mindestbetrag angespart, kann der Vertrag nach einer gewissen Wartezeit zugeteilt werden. Der Bausparer erhält dann die Bausparsumme ausgezahlt. Das Bauspardarlehen bemisst sich aus der Differenz zwischen der Bausparsumme und den Bauspareinlagen.
    • Unter Festdarlehen versteht man Darlehen, die zu dem vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermin als Gesamtsumme zurückzuzahlen sind. Die Zinsen sind jedoch in der Regel während der Laufzeit des Darlehens zu zahlen.
    • Das Fälligkeitsdarlehen ist eine Form der Kreditvergabe mit besonderer Rückzahlungsvereinbarung im abgeschlossenen Kreditvertrag: Es wird einerseits ein fester Tilgungssatz festgeschrieben, andererseits die Fälligkeit der Darlehensrestschuld zu einem festen Termin bestimmt. Es bedarf dann keiner zusätzlichen Kündigung des Darlehens. Der Kredit ist somit zu einem beiden Vertragspartnern im Voraus bekannten Termin fällig.

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Finanzierung - Wohnbauförderung

Gefördert wird die Errichtung von Eigenheimen durch die Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zinsenzuschusses.
Wer wird gefördert?

Förderbar sind grundsätzlich jene Personen, die Eigentümer der zu verbauenden Liegenschaft sind, das geförderte Eigenheim mit Hauptwohnsitz beziehen und ihre bisherigen Miet- und Eigentumsrechte der letzten fünf Jahre aufgeben.

Einkommensgrenzen

Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus der Summe der Einkommen des Förderungswerbers und des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten, Lebensgefährten oder eingetragenen Partners und darf folgende Einkommensgrenzen nicht übersteigen:
Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus den Bruttoeinkünften abzüglich der Werbungskosten (z.B. Sozialversicherung, Pendlerpauschale etc.) gemäß § 16 Einkommensteuergesetz 1988 und der einbehaltenen Lohnsteuer.
Familienbeihilfe, Unterhaltszahlungen für Kinder, gesetzlich geregelte Waisenrenten, Pflegegelder und Abfertigungen zählen nicht zum Einkommen.

Die Förderung wird um 25 Prozent, 50 Prozent bzw. 75 Prozent reduziert, wenn die Einkommensgrenzen um höchstens 10 Prozent, 20 Prozent bzw. 30 Prozent überschritten werden.

1 Person 37.000 Euro
2 Perosnen 55.000 Euro
 Für jede weitere Person im gemeinsamen Haushalt ohne Einkommen zusätzlich 5.000 Euro
 Alimentationsverpflichtungen pro Kind zusätzlich 5.000 Euro

Einkommensnachweise

  • Arbeitnehmer, die nicht zur Einkommensteuer veranlagt sind: Lohnzettel bzw. Einkommensteuerbescheid gemäß Arbeitnehmerveranlagung
  • Zur Einkommensteuer veranlagte Personen: Letzter Einkommensteuerbescheid
  • Landwirte: Letzter land- und forstwirtschaftlicher Einheitswertbescheid
  • Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfeu.dgl., Bestätigung über den Bezug von Arbeitslosengeld
  • Antragsteller, die nicht aus dem EWR-Raum stammen, müssen ununterbrochen und rechtmäßig mindestens fünf Jahre in Österreich ihren Hauptwohnsitz haben und Einkünfte beziehen, die der Einkommensteuer in Österreich unterliegen oder auf Grund der Ausübung einer Erwerbstätigkeit Beiträge an die gesetzliche Sozialversicherung in Österreich entrichtet haben und nunmehr Leistungen aus dieser erhalten (§ 6 Abs. 9 Oö. WFG 1993 i.d.F. LGBl.59/2013) sowie innerhalb der letzten fünf Jahre 36 Monate lang oben genannte Leistungen oder Einkünfte bezogen

Was wird gefördert?

Die Errichtung von Eigenheimen mit maximal zwei Wohnungen.

Die Errichtung einer zweiten Wohnung innerhalb von 10 Jahren ab Datum der ursprünglichen Baubewilligung des Eigenheims.

Das Ansuchen ist von der Eigentümerin bzw. vom  Eigentümer der Liegenschaft einzureichen.

Jede Wohnung muss eine Mindestgröße von 80 m² aufweisen.

Wie wird gefördert?

  • Zinsenzuschüsse zu einem Hypothekardarlehen der Oberösterreichischen Landesbank Aktiengesellschaft mit einer Laufzeit von 30 Jahren oder
  • Einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 6 % des geförderten Hypothekardarlehens

ACHTUNG: Eine Antragstellung für diese Förderung ist nur bis zum  31.12.2016 möglich

Niedrigenergiehaus 50.000 Euro
Niedrigstenergiehaus 53.000 Euro
Minimalenergiehaus 61.000 Euro

Konkrete Erläuterungen zum Niedrig-, Niedrigst- bzw. Minimalenergiehaus finden Sie in der "Bauteilbeschreibung Neubau" im Antragsformular.

Errichtung einer zweiten Wohnung

(innerhalb von 10 Jahren ab Datum der Baubewilligung für die 1. Wohnung)
Das geförderte Hypothekardarlehen beträgt höchstens 20.000 Euro bei der Errichtung einer zweiten Wohnung, wenn sie innerhalb von 10 Jahren ab Baubewilligung errichtet wird. Die zweite Wohnung muss mit Hauptwohnsitz von nahestehenden Personen im Sinne des § 2 Z. 14 Oö. WFG 1993 bewohnt werden (Verwandte in gerader Linie einschließlich der Wahlkinder, Verwandte im zweiten Grad der Seitenlinie, Verschwägerte in gerader Linie und Verschwägerte im zweiten Grad der Seitenlinie). Die Anweisung der Zinsenzuschüsse bei der zweiten Wohnung erfolgt erst nach Nachweis des Bezugs mit Hauptwohnsitz.
Die Wohnung hat eine Mindestgröße von 80m² aufzuweisen. Für die Errichtung einer zweiten Wohneinheit gibt es keine zusätzlichen Steigerungsbeträge (Kinder, Barrierefreiheit, Ökobonus).

Steigerungsbeträge

Zusätzlich zum Sockelbetrag werden Steigerungsbeträge gewährt:

  • Kinder:
    Das geförderte Hypothekardarlehen erhöht sich um 12.000 Euro für jedes Kind, das zum Zeitpunkt der Antragstellung mit Hauptwohnsitz im gemeinsamen Haushalt des Förderungswerbers lebt, wenn der/die Grundeigentümer/in oder der/die Ehegatte/in für das Kind Familienbeihilfe bezieht. Für Kinder, die innerhalb von fünf Jahren ab Datum der Zusicherung geboren werden, kann der Förderungsnehmer eine Erhöhung des geförderten Hypothekardarlehens um 12.000 Euro beantragen. Die Zuzählung dieses Betrages erfolgt jedoch vermindert um die seit Laufzeitbeginn fiktiv angefallenen Kapitaltilgungsbeträge bei angenommener gleichzeitiger Auszahlung beider Darlehensverträge. Die ursprüngliche Darlehenslaufzeit wird durch diese Aufstockung nicht verändert.
  • Barrierefreiheit:
    Das geförderte Hypothekardarlehen erhöht sich um 3.000 Euro, wenn das Eigenheim barrierefrei errichtet wird.
    Für barrierefreies Bauen sind folgende Kriterien zu beachten und zu erfüllen:
    • Der Zugang zum Wohnhaus, zum Wohnschlafraum, zum WC, zur Dusche und zur Küche in der Eingangsebene muss barrierefrei errichtet werden.
    • Die Installationen im Sanitär- und Badbereich müssen so ausgeführt werden, dass eine nachträgliche rollstuhlgerechte Nutzung ohne weitergehende bauliche Maßnahmen möglich ist.
    • Eine nachträgliche Verlegung von Sanitäranschlüssen und Leitungen darf nicht erforderlich sein. Diese Nutzungsmöglichkeit ist mit einem maßgenauen Detailplan nachzuweisen.
    • Die Türen müssen eine Durchgangslichte von mindestens 80 cm haben.
  • Verwendung ökologischer Dämmstoffe:
    Werden ökologische Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet, so erhöht sich das geförderte Hypothekardarlehen um 8.000 Euro. Sämtliche Außenbauteile (Außenwand, oberste Decke/Dach, Kellerdecke, erdanliegender Boden – ausgenommen erdberührende Dämmung) müssen zu 100 % mit nachwachsenden ökologischen Dämmstoffen versehen werden. Zusätze gegen Feuer, Wasser und Schädlinge sowie Stützfasern sind zulässig. Nachwachsende ökologische Dämmstoffe sind z.B. Flachs, Hanf, Holzfaser, Schafwolle, Stroh, Zellulose und Kork. Die Wärmeleitfähigkeit muss ≤ 0,06 W/mK sein (Lambda-Wert).

Förderungsvorgang

Energiesparende Bauweise

Der Nachweis über die Energiekennzahl erfolgt durch einen kostenlosen energetischen Befund des O.Ö. Energiesparverbands.
Zu diesem Zweck senden Sie bitte die "Bauteilbeschreibung Neubau" (siehe Antragsformular), eine Kopie Ihres Bauplans und eine Kopie Ihres Energieausweises (falls vorhanden) direkt an den OÖ Energiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz.

Tipp: Senden Sie die Unterlagen an den OÖ Energiesparverband wenn möglich bereits vor Ihrer Antragstellung bei der Abteilung Wohnbauförderung. Wenn der energetische Befund bereits bei Antragstellung vorliegt, verkürzt sich die Bearbeitungszeit in der Abteilung Wohnbauförderung wesentlich!

Vorzeitiger Baubeginn

Mit dem Bau darf erst nach Erteilung des vorzeitigen Baubeginns durch die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung, begonnen werden. Voraussetzung ist ein vollständig ausgefülltes und mit allen erforderlichen Unterlagen versehenes Ansuchen.
Es erfolgt eine fördertechnische und energietechnische Überprüfung, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Sollten Fragen diesbezüglich auftauchen, wird die Abteilung mit der Förderungswerberin bzw. mit dem Förderungswerber in Kontakt treten.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Zustimmung zum Baubeginn keinen Rechtsanspruch auf die Förderung begründet.

Förderungszusicherung

Die Bewilligung und die Förderungszusicherung erfolgen nach Maßgabe der vorhandenen Mitteln.
Voraussetzung für die Auszahlung des Hypothekardarlehens ist die grundbücherliche Sicherstellung und Fertigstellung des Rohbaus mit Bedachung.
Die Auszahlung des einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschusses erfolgt nach Bezug des geförderten Eigenheims, Aufgabe der bisherigen Wohnrechte und Erfüllung aller energetischen Auflagen.

Voraussetzungen der Darlehensauszahlungen

Die Oö. Landesbank Aktiengesellschaft wird von Ihnen folgende Unterlagen anfordern:
Rohbaubestätigung (mit Dach); Ausstellung erfolgt durch die Gemeinde.
Rücksendung des gerichtlich oder notariell beglaubigten Schuldscheines.
Der Oö. Landesbank Aktiengesellschaft bleibt es unbenommen, weitere erforderliche Nachweise, vor allem im Hinblick auf die Absicherung des Darlehens, zu verlangen.

Rückzahlung

Die Laufzeit beträgt 30 Jahre.
Durch die Zinsenzuschüsse des Landes Oberösterreich ergeben sich für den/die Förderungswerber/in folgende Obergrenzen für die Verzinsung bzw. auf Basis dieser Obergrenzen folgende Rückzahlungsraten (Annuitäten in Prozent der ursprünglichen Darlehenshöhe):

Laufzeit Verzinsung (Zinsobergrenze) Annuität (Zinsen und Tilgung)
1. bis 5. Jahr 1% 1,5%
6. bis 10. Jahr 2% 3%
11. bis 15. Jahr 4% 5%
16. bis 20. Jahr 5% 7%
21. bis 30. Jahr 6% 9,5%

Sollte der Basiszinssatz unterhalb der vom Land Oberösterreich garantierten Obergrenze liegen, verkürzt sich die Darlehenslaufzeit entsprechend. Nach Ablauf von 5 Jahren kann der Zinsenzuschuss neu bemessen werden, wenn sich z.B. das Einkommen oder das Zinsniveau in der Zwischenzeit wesentlich geändert haben. Die Zinsenzuschüsse können auch zur Gänze entfallen, wenn die Einkommensgrenzen, die die Voraussetzung der Förderbarkeit bilden, überschritten werden.

Beispiel Rückzahlungsrate:
Familie mit 2 Kindern, barrierefreies Niedrigenergiehaus
Darlehenshöhe 77.000 Euro

1. bis 5. Jahr 1,5% 96,25 Euro
6. bis 10. Jahr 3% 192,50 Euro
11. bis 15. Jahr 5% 320,83 Euro
16. bis 20. Jahr 7% 449,17 Euro
21. bis 30. Jahr 9,5% 609,58 Euro

Aus der Förderung erwachsen Ihnen nachstehende Verpflichtungen

  • Bezug des geförderten Eigenheims innerhalb von längstens drei Jahren ab Datum der Zusicherung.
  • Aufgabe sämtlicher Wohnungen (Miet- und Eigentumswohnungen), die in den letzten fünf Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt der Förderungszusicherung, bewohnt wurden, spätesten sechs Monate nach Bezug des geförderten Eigenheims.
  • Widmungsgemäße Verwendung, das heißt das Wohnobjekt muss vom Förderungsnehmer selbst mit Hauptwohnsitz bewohnt werden. Ehepaare und eingetragene Partner müssen denselben Hauptwohnsitz haben. Eine geförderte zweite Wohnung muss mit Hauptwohnsitz bewohnt werden.
    Werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt, erfolgt die Einstellung bzw. Rückforderung der Zinsenzuschüsse!
  • Bei Inanspruchnahme des einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschusses sind die Förderungsauflagen analog der Hypothekardarlehensvariante für 30 Jahre einzuhalten. Bei Verkauf der Liegenschaft ist der Förderungsnehmer verpflichtet, den Umstand, dass das Eigenheim gefördert errichtet wurde, nachweislich mit dem Käufer zu kommunizieren.

Wichtige Hinweise

  • Jede Wohnung hat eine Mindestgröße von 80 m² aufzuweisen.
  • Eigenheime mit einer NEZ* von mehr als 45 kWh/m²a werden nicht gefördert.
    (NEZ* ist die Nutzheizenergiekennzahl ohne Einrechnung der Wärmerückgewinne aus Lüftungsanlagen).
  • Kohle, Heizöl und Elektroheizungen als Hauptheizsystem dürfen nicht verwendet werden.
  • Förderungsvoraussetzung ist der Einsatz eines der unter den Energiestandards (Konkrete Hinweise - siehe beiliegende "Bauteilbeschreibung Neubau") angeführten innovativen klimarelevanten Systeme als Hauptheizsystem.
  • Die Ökologischen Mindestkriterien sind einzuhalten (Konkrete Hinweise - siehe Antragsformular "Bauteilbeschreibung Neubau"). Es können jederzeit stichprobenartig Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Anforderungen durchgeführt werden.
  • Grundlagen für die Bewertung der Förderungshöhe bilden der energetische Befund, der diesem Befund zugrunde liegende Bauplan und die diesem Befund zugrunde liegende "Bauteilbeschreibung Neubau".

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Folgende Unterlagen werden benötigt:

Bitte übermitteln Sie keine Originalunterlagen, da diese nicht retourniert werden können.
Aktueller Grundbuchsauszug
Rechtskräftiger Baubewilligungsbescheid
Energetischer Befund des OÖ Energiesparverbands
Zu diesem Zweck senden Sie bitte die "Bauteilbeschreibung Neubau" (siehe Beilage), eine Kopie Ihres Bauplans und eine Kopie Ihres Energieausweises (falls vorhanden) direkt an den OÖEnergiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz
Färbige Ausfertigung oder Farbkopie des baubehördlich genehmigten Bauplans
Einkommensnachweis für das vorangegangene Kalenderjahr der (des) Förderungswerber(s) und deren Ehegatten bzw. Lebensgefährten und eingetragene Partner. Der Nachweis ist zu erbringen durch Jahreslohnzettel, gegebenenfalls Einkommensteuer- bzw. Einheitswertbescheid, Bestätigung über Bezug von Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfe u.dgl.
Bestätigung des Finanzamts über den Bezug von Familienbeihilfe
Meldezettel(n)
Antragsteller, die nicht aus dem EWR-Raum stammen, haben den ununterbrochenen Aufenthalt in Österreich von mehr als fünf Jahren mittels Meldebestätigung(en) nachzuweisen und für diesen Zeitraum Einkommens- bzw. Leistungsnachweise von mindestens 36 Monaten vorzulegen.

Hinweis

Eine Bearbeitung ist nur dann möglich, wenn alle erforderlichen Unterlagen angeschlossen sind.
Abwicklung / Antragstellung
Der Antrag ist mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung, zu richten.
Ab Erhalt der Darlehenszusicherung empfehlen wir, direkt mit der Oö. Landesbank Aktiengesellschaft (Tel. 0732/7639-0) das Einvernehmen herzustellen.
Für Fragen zur energiesparenden Bauweise, zum energetischen Befund, zur barrierefreien Bauweise sowie zu ökologischen Dämmstoffen und ökologische Mindestkriterien steht auch der OÖEnergiesparverband, 4020 Linz, Landstraße 45, Tel. 0800/205 206 kostenlos oder Tel. 0732/7720-14860 zur Verfügung.

Quelle: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/34819.htm

Finanzierung - Definition Kostenbegriffe

Um die Bedeutung und Wichtigkeit des Finanzierungsplans besser zu verstehen, muss man sich die Kostenbegriffe etwas genauer ansehen.

  • Baukosten heißen die Kosten für das Gebäude inklusive der gesamten Haustechnik, der Handwerkerleistungen und des Materials.
  • Die Herstellungskosten sind Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erstellung oder dem Erwerb einer Immobilie stehen. Dazu gehören Materialien, Handwerkerrechnungen, Kosten für Außenanlagen, Baunebenkosten, die Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Grundbucheintragungen, Notarkosten und der Kaufpreis.
  • Die Baunebenkosten umfassen alle Kosten, die über die Bau- und Grundstückskosten hinausgehen. Dazu zählen zum Beispiel Honorare, Gebühren, Anfahrtskosten, Bauversicherungs- sowie Finanzierungskosten. Sie machen etwa 14 bis 20 Prozent der Bausumme aus.
  • Geldbeschaffungskosten sind alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Kreditaufnahme und der Finanzierung stehen (zum Beispiel Darlehensgebühren, Provisionen für Finanzierungsvermittler, Gutachterkosten, Notar- und Grundbuchkosten und andere). Diese Kosten sind sofort abzugsfähige Werbungskosten, sofern sie vor dem Einzug anfallen.

Beim Umgang mit Kosten, ist die Bausparkasse eine wichtige Anlaufstelle. Es handelt sich hier um ein Kreditinstitut, das nach dem Abschluss von Bausparverträgen Einlagen (=  Guthaben, das eine Bank für einen Gläubiger verwaltet. Nach ihrer Art unterscheiden sich die Einlagen in täglich fällige Sichteinlagen, in Termineinlagen mit vereinbarter Frist und in Spareinlagen) entgegennimmt und seinen Bausparern aus dem angesammelten Kapital Bauspardarlehen für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen zur Verfügung stellt.

Sonstige Begriffe die bei der Erstellung eines Finanzierungsplans von Bedeutung sein können sind

  • Festpreis: ist grundsätzlich zu zahlen, wenn ein Pauschalpreis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vertraglich vereinbart wurde.
  • Festzins: schreibt den Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum fest. Teilweise gilt für die gesamte Laufzeit eines Darlehens eine Festschreibung.
  • Grundschuld: ist die Belastung eines Grundstückes und dient in der Regel der Darlehenssicherung. Durch die Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch haftet das Grundstück zur Zahlung des Grundschuldbetrages. Eine Grundschuld ist im Gegensatz zur Hypothek nicht an die Forderung des Gläubigers gebunden.
  • Hypothek: stellt die Belastung eines Grundstücks oder einer anderen Immobilie zur Absicherung einer Geldforderung dar. Meistens ist eine Bank der Gläubiger der Hypothek. Für den Fall, dass der Schuldner seiner Verpflichtung zur Tilgung nicht nachkommt, hat der Gläubiger das Recht, aus dem Grundstück (Pfandobjekt) eine bestimmte Geldsumme zu verlangen.
  • Pauschalpreise: sind absolute Festpreise. Mit einem derartigen Vertrag gehen Auftragnehmer und Auftraggeber bewusst das Risiko ein, dass Mehr- oder Minderleistungen entstehen, die nicht ausgleichspflichtig sind. Der Pauschalpreis gibt dem Bauherrn eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Planung der Baufinanzierung.
  • Kredit: wird in Form eines Darlehens (Fälligkeitsdarlehen), eines Zahlungsaufschubs oder einer sonstigen Finanzierungshilfe durch einen Vertrag gewährt oder versprochen.
  • Laufzeit eines Baudarlehens hängt normalerweise von der Höhe des Tilgungssatzes und der Höhe des Nominalzinssatzes ab. Die Tilgungsrate stellt die gesamte Belastungsrate, das heißt Zins und Tilgung dar, während der Nominalzinssatz denjenigen Betrag angibt, der tatsächlich per annum zu zahlen ist.
  • Zins: bezeichnet den Preis für die Überlassung von Kapital. Über die Höhe des Zinses bestimmen Angebot und Nachfrage.
  • Nominalzins: bezeichnet jenen Zins beziehungsweise Zinssatz, mit dem die Nominalschuld zu verzinsen ist. Da die Nominalschuld nur einen Bestandteil der Gesamtbelastung darstellt, ist der Effektivzins die geeignete Maßzahl für den tatsächlichen Preis eines Kredits.
  • Verzugszinsen: sind Zinsen, die einem Darlehensnehmer vom Darlehensgeber in Rechnung gestellt werden können, wenn dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
  • Tilgung: nennt sich die regelmäßige Rückzahlung eines aufgenommenen Darlehens, die in Raten erfolgen kann.
  • Vorfälligkeitsentschädigung: wird fällig, wenn ein Darlehensnehmer ein fest konditioniertes Darlehen ohne Kündigungsrecht dem Darlehensgeber vorzeitig zurückzahlt.
  • Schlussrechnung: erfolgt nach Vollendung des Bauwerks. In der Schlussrechnung ist der Bauunternehmer verpflichtet, eine nachprüfbare, detaillierte und nach einzelnen Positionen gegliederte Abrechnung seiner Leistungen vorzulegen. Architekt und Bauherr prüfen die Schlussrechnung sorgfältig.
  • Schlusszahlung: Ist die Schlussrechnung geprüft, leistet der Bauherr die Schlusszahlung. Es empfiehlt sich, diese letzte Zahlung deutlich als Schlusszahlung zu benennen. Danach haben die bauausführenden Unternehmen und Handwerker 24 Tage Zeit, Vorbehalte anzumelden. Nach Ablauf dieser 24 Tage können die Unternehmen keine weiteren Forderungen geltend machen.

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Ökologisch und Ökonomisch Bauen

Auf Nachhaltigkeit beim Bauen zu achten ist nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch schlau. Das heißt, es ist gut für die Umwelt, aber auch fürs Geldbörsel.

Das fängt bei der Hauskonzipierung an, geht über die Wahl der Materialien und Grundstoffe, über deren Entsorgung bis hin zu Ihren persönlichen umweltbewussten Entscheidungen was Heizen und Wasserverbrauch betrifft. Auch die Winddichtigkeit spielt eine bedeutende Rolle. Sie ist eine der wichtigsten Auflagen für die Konstruktion von Außenbauteilen. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Überprüfung auf Winddichtigkeit bei ausgebauten Dachgeschossen und Leichtbauten.

Wenn Sie sich für tech3 entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen Niedrig- bzw. Niedrigst-energiehäusern, vom Land gefördert und im Betrieb auf Dauer einfach günstiger. Um Ihnen alle anderen Entscheidungen ebenfalls zu erleichtern, finden Sie hier die wichtigsten Begriffe zum Thema ökologisches Bauen und Nachhaltigkeit erläutert.

Unter umweltschonendem Bauen versteht man Bauweisen, die Luft und Wasser kaum belasten. Verwendet werden Baustoffe, die umweltverträglich herzustellen, zu transportieren und zu bearbeiten sind. Ein sparsamer Umgang mit Energie und Rohstoffen zählt ebenfalls zum umweltschonenden Bauen wie das Begrünen von Dächern, das Vermeiden von versiegelten Flächen oder das Sammeln und Nutzen von Regenwasser.

Niedrigenergiehaus darf sich ein Gebäude nennen, dessen Ist-Wert des Jahresheizwärmebedarfs den Soll-Wert um 25 Prozent unterschreitet, also generell mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 50 kwh/m a & 5l Energiebezugsfläche pro Jahr. Erreicht wird dies durch intelligente Wärmedämmung aber auch durch die Nutzung von erneuerbarer Energien (Sonne, Biomasse) zu Heizzwecken.

Beim Bau von einem Niedrigenergie- und Niedrigstenergiehaus werden Sie darüber hinaus vom Land belohnt. Oberösterreich (Salzburg ? Österreich ?) hat hierfür eine Förderung von … für Sie vorgesehen. Für genauere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Die Energieberatung ist ein Beratungsservice der Energieversorgungsunternehmen, den jeder Hausbesitzer in Anspruch nehmen kann. Die Beratung umfasst die Bereiche Wahl des Energieträgers, anfallende Kosten bei Umstellung oder auch Termine vor Ort, bei denen zum Beispiel die Energieausnutzung im Heizkessel überprüft und gegebenenfalls zu Veränderungen geraten wird.

Weiter unten: Wie und wo man genau ansetzt, was man wissen muss bezüglich Heizung, Wasser, Sonnenenergie und Materialien und Rohstoffe - wichtige Begriffe erklärt

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Heizung

Bei der Heizung kann man unterscheiden zwischen

  • Fußleistenheizung
  • Fußbodenheizung
  • Niedertemperaturheizung
  • Nachtspeicherheizung
  • Zentralheizung
  • Pelletheizung
  1. Die Fußleistenheizung wird im Wohnraum entlang der Raumumfassungswände im Fußleistenbereich verlegt. Wie viele Wände mit der Heizung ausgestattet sein müssen, richtet sich nach dem Heizwärmebedarf. Meistens genügt die Montage an den Außenwänden.
  2. Die Fußbodenheizung beispielsweise gibt die Wärme auf einer großen Fläche gleichmäßig ab. Die Oberflächentemperatur beträgt maximal 29 Grad Celsius. Beim Aufstellen der Möbel stören keine Heizkörper, Staubumwälzungen gibt es aufgrund der großflächigen Abstrahlung kaum. Als Bodenbelag für Fußbodenheizungen eignen sich fast alle üblichen Belagsarten. Es kann Parkett oder Dielenboden genauso wie PVC- oder Teppichboden verlegt werden. Allerdings müssen die Beläge für Fußbodenheizungen geeignet sein. Gekennzeichnet ist dies durch ein Symbol, das eine Heizschlange mit drei darüber liegenden Pfeilen visualisiert, die nach oben zeigen. Für Fußbodenheizungen eignen sich vor allem keramische Fliesen und Platten, weil sie die Wärme besonders gut weiterleiten.
  3. Niedrigtemperaturheizung sind Heizungssysteme, die mit Vorlauftemperaturen zwischen 40 und 60 Grad Celsius betrieben werden. Als Energieträger kommen Öl undGas in Frage. Durch größere Heizflächen erreicht die Raumwärme auch bei den niedrigen Temperaturen gewünschte Werte - deshalb sind Niedertemperaturheizungen ideal für eine Fußbodenheizung. 
  4. Nachtspeicherheizung heißt ein elektrisch betriebener Speicherofen, der als Einzelraumheizung installiert wird: Jeder zu beheizende Raum erhält einen Ofen. Verschiedene Größen variieren die Speicherkapazität - Raumwärmebedarf und Heizdauer bestimmen die Wahl und den elektrischen Anschlußwert. Vergünstigter Nachtstrom, der beim zuständigen Elektrizitätsversorgungsunternehmen beantragt werden muss, versorgt die Speicherheizung. Ein gesondertes Leitungsnetz und ein separater Zähler übertragen und kontrollieren die Nachtstromabnahme innerhalb fester Abnahmezeiten.
  5. Bei der Zentralheizung versorgt eine Feuerstelle das ganze Haus mit Wärme. Stand der Technik sind heute außentemperaturgesteuerte Niedrigtemperatur-Heizungsanlagen mit Warmwasserkreislauf zu den verschiedenen Heizflächen in den Wohnräumen. Jeder Heizkörper ist mit einem Ventil ausgestattet.
  6. Eine Pelletheizung bezeichnet ein Heizsystem das zur Befeuerung sogenannte Pellets nutzt. Pellets sind Presslinge aus Sägemehl und Holzspänen.

Thermostate sind direkt am Heizkörper angebracht und ermöglichen eine individuelle Temperaturregelung im Raum. Verändert sich die Raumlufttemperatur durch Lüften oder Sonneneinstrahlung, erhöhen oder drosseln sie den Heizwasserzufluß in den Heizkörper und gleichen so die Temperaturschwankung aus.

Bekannte Brennstoffe für Heizanlagen sind Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Holz, Pellets und Biogas. Neben diesen Brennstoffen werden Heizsysteme auch mit elektrischem Strom betrieben, der entweder vom Energieversorger bezogen wird oder durch Photovoltaik gewonnen wird. Als weitere Alternative bietet sich Erdwärme an, die mithilfe einer Wärmepumpe aus dem Boden gefördert wird.

Wärmerückgewinnung: Bei vielen Niedrigenergiehäusern sollten die Wärmeverluste, die durch Lüftung entstehen, mit Hilfe einer kontrollierten Wohnungslüftung verringert und sogar rückgewonnen werden. Ein Wärmetauscher saugt verbrauchte Luft an und entzieht ihr die Wärme, bevor sie ins Freie geleitet wird. Die Wärme wird an Frischluft übertragen und Schlaf- und Wohnräumen zugeführt.

Eine Wärmepumpe kann Energie in Form von Wärme aus ihrer Umgebung zapfen. Sie funktioniert nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip. Der Arbeitskreislauf einer Wärmepumpe enthält als Arbeitsmedium ein Kältemittel, das selbst bei niedrigen Temperaturen verdampft. Wird Außenluft oder ein anderes Wärmemedium wie beispielsweise Wasser zu einem Wärmetauscher geleitet, verdampft die Flüssigkeit im Kühlkreislauf. Dadurch wird der Wärmequelle die Wärme entzogen. Der Verdichter saugt das gasförmige Arbeitsmedium an und presst es zusammen. Durch diese Druckerhöhung wird das Medium mit Hilfe von elektrischer Energie auf ein höheres Energieniveau gepumpt. Anschließend gibt das verdichtete, heiße Gas seine Wärme in einem zweiten Wärmetauscher ab - zum Beispiel an das Umlaufsystem der Warmwasserzentralheizung.

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Wasser

Die wichtigsten Begriffe zum Thema Wasser:

  • Das Grundwasser ist das im Erdreich natürlich anstehende Wasser. Die Höhe des Grundwasserspiegels ist nicht konstant. Aufgrund jahrzehntelanger Mess- und Erfahrungswerte wurden für jedes Gebiet Grundwasserhöchststände ermittelt. Dieser Wert ist für Bauherren wichtig, denn bei zu hohem Grundwasserstand kann die Standsicherheit des Bauwerks gefährdet werden.
  • Wasser aus der Leitung ist kostbar und teuer. Es liegt also nahe, das Wasser zu nutzen, das kostenlos vom Himmel fällt. Regenwassernutzung setzt die Installation einer Brauchwasseranlage voraus: Das Regenwasser, das auf das Hausdach fällt, sammelt sich in einem Tank. Dieses Wasser kann Pflanzen versorgen und im Haushalt Verwendung finden - vor allem für die Toilettenspülung, zum Putzen und sogar zum Wäschewaschen. So spart man etwa die Hälfte des Trinkwasserverbrauchs einer Familie. Der Ausbau von Regenwassernutzungsanlagen wird aus öffentlichen Mitteln gefördert.
  • Unter Grauwassernutzung versteht man wenn die Regenwassernutzung zum Wassersparen nicht ausreicht, und man auch das sogenannte Grauwasser auffangen und noch einmal verwenden kann. Grauwasser ist jenes Abwasser, das beim Duschen, Baden, Wäsche- und Händewaschen entsteht. Es kann - ähnlich wie Regenwasser - in einem separaten Tank gesammelt, gefiltert und dann für die Toilettenspülung eingesetzt werden.
  • Eine zentrale Wasserversorgung liegt vor, wenn ein Warmwassergerät beliebig viele Zapfstellen im Haus mit Heißwasser versorgt. Die zentrale Wasserversorgung ist meist der Zentralheizung angeschlossen. Das Wasser aus dem Heizkessel erhitzt Trinkwasser in einem Speicher. Entscheidend bei der Planung ist die richtige Dimensionierung: Der höchste Tagesbedarf bestimmt die Größe und Leistung der Anlage.
  • Im Gegensatz dazu, eine dezentrale Wasserversorgung: Eine oder mehrere Entnahmestellen werden von einem Wassererwärmer versorgt, keinesfalls aber alle Entnahmestellen einer Wohnung. Danach wird in Einzel- oder Gruppenversorgung unterschieden: Bei der Einzelversorgung wird eine Entnahmestelle durch einen Wassererwärmer versorgt. Bei der Gruppenversorgung werden mehrere, dicht beieinanderliegende Entnahmestellen aus einem Wassererwärmer versorgt. Vergleiche sind mit der zentralen Warmwasserversorgung zu ziehen.
  • Den Wasserverbrauch eines Hauses misst man mit dem Hauswasserzähler. Bei einem Haus wird er an der Stelle eingebaut, an der die Wasserleitung ins Haus führt. In Mehrfamilienhäusern, in denen der Wasserverbrauch pro Wohnung getrennt abgerechnet wird, erfolgt der Einbau am Ende des jeweiligen Wasserstrangs.
  • Ein Boiler ist ein Warmwassergerät, das im Wesentlichen aus einem wärmegedämmten Behälter besteht und warmes Wasser zur sofortigen Entnahme bietet. Je nach Verwendungszweck sind Boiler unterschiedlichsten Fassungsvermögens erhältlich. Boiler, die Dusch- oder Badewasser bereithalten, finden in Neubauten aufgrund ihres Platzbedarfs allerdings kaum noch Verwendung.

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Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Sonnenenergie

Die Sonne als Energiequelle ist sowohl im Bereich Heizung, als auch beim Wasser ein wichtiger Partner.

Solaranlagen werden unterschieden in Solaranlagen für die Solarthermik, die die Erwärmung von Brauchwasser mit Solarkollektoren ermöglicht, sowie für die Stromerzeugung, die sogenannte Photovoltaik.

Solarthermische Anlagen werden in das System der Zentralheizung mit zentraler Warmwasserversorgung integriert. Im Sommer springt der Brenner für die Heißwasserbereitung nur kurzzeitig an. Mit Sonnenkollektoren kann die Heißwasserbereitung im Sommer ganz mit Sonnenenergie betrieben werden. Im Winter dienen sie zur Vorwärmung des Wassers.

Photovoltaik bezeichnet die Umwandlung von Sonnenenergie oder Strahlungsenergie in Strom (elektrische Energie).

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Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Materialien & Rohstoffe

Materialien und Rohstoffe - wichtige Begriffe verständlich erklärt:

  • Acrylglas ist ein licht- und wetterbeständiger, durchsichtiger Kunststoff, gemeinhin unter dem Markennamen "Plexiglas" bekannt, der sich unter Wärmezufuhr biegen lässt. Acrylglas ist UV-durchlässig und wird daher oft für Wintergartendächer eingesetzt.
  • Aluminium ist ein silbrigweißes, leicht dehnbares Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit, das durch Schwei&s zlig;en, Löten, Nieten oder Kleben miteinander verbunden werden kann. Aluminium und seine Legierungen überziehen Die Gewinnung und Verarbeitung von Aluminium ist mit einem hohen Einsatz von Primärenergie verbunden. Zur Verbesserung der Energiebilanz soll das stärkere Recycling von Aluminium beitragen. Prinzipiell kann Aluminium ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen und wiederverwertet werden.
  • Beton ist in seinem Rohzustand ein plastisches bis fließendes Gemisch aus Zuschlägen, Zement und Wasser. Im Rohzustand kann der Beton in nahezu jede beliebige Form gebracht werden, in der er anschließend abbindet, das heißt erhärtet. Für tragende Bauteile wie Decken und Treppen wird meistens bewehrter Normalbeton verwendet. Dies ist ein Beton, dessen Zuschlag aus einem Kies-Sand-Gemisch besteht und der eine Stahleinlage erhält. Im Wohnungsbau sind es vor allem auch die Leichtbetonsteine und Porenbetonsteine mit ihren sehr guten Wärmedämmeigenschaften, die sich als Wandbaumaterial eignen.
  • Bindemittel sind zur Herstellung von Mörtel und Beton notwenige, pulverförmige Baustoffe, wie Zement, Kalk und Gips. Sie haben die Aufgabe, nach Zugabe von Wasser die Zuschlagstoffe miteinander zu verbinden. Aufgrund einer chemischen Reaktion entsteht nach dem Erhärten ein steinartiger Baustoff. Bei der Herstellung von Anstrichstoffen wie Farben und Lacke machen erst Bindemittel eine Verbindung der Pigmente miteinander möglich.
  • Dichtungen haben die Aufgabe, Schutz vor eindringender oder austretender Feuchtigkeit zu gewährleisten und finden in Form von Fugen- oder Flächendichtungen Verwendung. Je nach Art gibt es Fugendichtungsbänder, dauerelastische Fugenmassen sowie Profile aus Kunststoff oder Metall. Für Flächendichtungen werden Dichtungsschlämmen oder -putze verwendet.
  • Estrich ist ein maßgebender Teil des Fußbodenaufbaus. Die Funktion des Estriches besteht im Wesentlichen darin, Höhendifferenzen der Rohdecke auszugleichen und einen planebenen Untergrund für den abschließenden Bodenbelag zu gewährleisten. In Verbindung mit einer darunterliegenden Dämmschicht erfüllt der Estrich Anforderungen an Wärme- und Schalldämmung.
  • Holz ist das älteste Baumaterial in unseren Breiten. Als Baustoff weist es viele Vorteile auf und ist nahezu unentbehrlich. Holz lässt sich gut verarbeiten und wird für Fenster, Türen, Balken, Lattungen, Böden, Treppen, Möbel und vieles mehr verwendet. Es verfügt über eine gute Wärmedämmfähigkeit und angenehme Oberflächentemperaturen. Holz passt sich den jeweiligen Feuchtigkeitsverhältnissen an, und steht in seinem statischen Verhalten dem Stahlbeton in nichts nach. Es zählt zu den ökologischen Baustoffen. Mit biologischen Mitteln behandeltes oder völlig unbehandeltes Holz kann in jeder Form wiederverwendet oder weiterverarbeitet werden.
  • Kalk ist ein Bindemittel, das in vielen Industriezweigen benötigt wird. Im Bauwesen ist Kalk zur Herstellung von Kalksandsteinen und Porenbeton unentbehrlich. Im Hochbaubereich wird er für Maurer- und Putzmörtel, im Tiefbau zur Untergrundbefestigung durch Bodenvermörtelung eingesetzt. Der Ausgangsstoff Kalkstein ist ein Sedimentgestein - ein Stoff, der sich in vorgeschichtlicher Zeit in Gewässern ablagerte.
  • Keramik: Durch das Brennen von tonhaltigen Erden bei Temperaturen zwischen 900 und 1400 Grad Celsius werden keramische Baustoffe hergestellt. Man unterscheidet: feinkeramische Baustoffe: Fliesen und Porzellane wie Sanitärbauteile und grobkeramische Baustoffe: Ziegel, Klinker und Kanalisationsrohre aus Steinzeug.
  • Kupfer ist ein relativ teurer Rohstoff, der aufgrund seiner positiven Eigenschaften - gut wärmeleitend und korrosionsfrei - in vielen Bereichen eingesetzt wird.
  • Lehm ist nach Holz einer der ältesten Baustoffe. Lehm besteht aus Tonerde, Sand und feinen Gesteinsteilchen. Er ist billig, leicht zu verarbeiten und schafft ein ausgezeichnetes Raumklima. Lehm wird im Fachwerkbau eingesetzt.
  • Linoleum ist ein Fußbodenbelag, der aus den Naturprodukten Leinöl, natürlichen Harzen und Holzmehl sowie Farbpigmenten hergestellt wird. Dabei wird dem Leinöl zunächst Sauerstoff zugesetzt, so dass sich eine elastische Masse bildet. Diese wird mit den anderen Stoffen vermischt und in heißem Zustand auf ein Jutegewebe gepresst. Linoleum ist elastisch, abriebfest, antistatisch und eignet sich auch für Räume mit Fußbodenheizungen. Da es zudem ein recht strapazierfähiger Belag ist, findet er besonders in Fluren, Küchen und Bädern Verwendung.
  • Marmor ist ein sehr harter Naturstein, der in den unterschiedlichsten Farben vorkommt. Seine hellen und dunklen Maserungen gleichen Adern. Er enthält oft Versteinerungen. Marmor entstand einst im Schoß der Erde unter großem Druck und hohen Temperaturen aus Kalk. Er wanderte durch Gesteinsverschiebungen teilweise an die Erdoberfläche und wird dort heute durch Sprengung abgebaut. In Platten gesägt, ist der Marmor schleif- und polierbar. Verwendung findet er für Fußböden, Fensterbänke, Treppen und Wände.
  • Mörtel besteht aus Sand, Bindemittel und Wasser. Je nach Anwendungsbereich werden sie unterschieden in: Mauer-, Putz- und Estrichmörtel.
  • Quarz kommt in der Natur vor, ist hart und beständig gegenüber Säure. Er wird vor allem als Quarzsand auf dem Bau eingesetzt
  • Stahl findet seinen Einsatz in vielen Bereichen am Bau. Stahl rostet nicht so schnell wie Eisen, ist härter und widerstandsfähiger. Während Rund- und Baustahlgewebe als Einlage tragender Betonteile als Bewehrung dient, wird Profilstahl für hochbelastete Mauerwerksteile sowie im Stahlskelettbau verwendet. Teurer und pflegeaufwendiger ist Edelstahl, der eine Legierung mit anderen Metallen erhält. Da Edelstahl absolut rostfrei ist, wird er gelegentlich im Außenbereich eingesetzt.
  • Ton ist ein natürlicher Rohstoff, der unter anderem für die Herstellung von Ziegeln, Tondachsteinen und Fliesen verwendet wird.
  • Zement nennt sich ein hydraulisch härtendes Bindemittel für Beton und Mörtel. Er besteht aus verschiedenen feingemahlenen Ausgangsstoffen, die durch Brennen und Schmelzen aufbereitet werden. Wichtigste Zementsorte ist Portlandzement, der aus einem gemahlenen und gebrannten Kalkstein-, Kreide-, Ton- oder Mergelgemisch gewonnen wird. Je nach Zusammensetzung weist der Zement unterschiedliche Eigenschaften auf. Verwendet wird Zement überall am Bau - als Bindemittel für Anstriche, Mörtel, Putze, Estriche, Beton oder Holzwerkstoffe.
  • Ziegel sind gebrannte Steine aus Ton, Lehm und Sand. Sie werden schon seit der Antike zum Bau von Häusern verwendet. Ziegel weisen einen relativ hohen Energieverbrauch bei der Herstellung auf und sind baubiologisch unbedenklich. Gebrauchte Ziegel können wiederverwendet werden.
  • Entsorgung heißt der umfassende Vorgang des Sammelns, des Transports, gegebenenfalls der Zwischenlagerung und des Bearbeitens von Abfällen. Für Bauschutt eignen sich am besten Container, die je nach Materialart getrennt gefüllt werden (Holz, Steine), was die Kosten verringert. Noch günstiger wird es, den Bauschutt selbst zu einer Bauschuttdeponie zu fahren.
  • Altlasten sind umweltgefährdende Stoffe auf oder unter Grundstücken, wie beispielsweise Chemieablagerungen oder Mülldeponien. In Bauleitplänen besteht Kennzeichnungspflicht, wenn Gefährd ungen durch Altlasten zu befürchten sind.
  • Bauschutt beinhaltet alle Abfälle, die während und durch eine Baumaßnahme anfallen.
  • Immissionen sind auf Mensch und Tiere, Pflanzen oder Gegenstände (zum Beispiel Gebäude) einwirkende Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen oder andere Umweltbelastungen. Regional sind nach der Baunutzungsverordnung unterschiedliche Immissionsrichtwerte festgelegt.
  • Lüftung ist notwendig, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. (Luftfeuchtigkeit). Eine ausreichende Lüftung wird mit zunehmender Wärmedämmung der Gebäude immer wichtiger. Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten, um für einen Luftaustausch zu sorgen. Das ist einmal die manuelle Fensterlüftung oder der Einbau von Ventilatoren.

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Lexikon - Bauwesen

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  • V

  • Verblender

    heißen Steine oder Ziegel, die zur Verblendung von Fassaden eingesetzt werden. Als Verblender kommen Vormauerziegel undKlinker oder Kalksandsteine zum Einsatz.

  • Vermessung

    ist in landesrechtlichen Vorschriften geregelt und durch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure durchzuführen.

  • Vordach

    ist nicht nur ein Schutz vor der Eingangstür gegen Wetterunbilden, sondern auch ein gestalterisches Element.